Knoop

Knoop-Prüfmethode

Im Gegensatz zur Vickerspyramide ist der Knoop-Eindringkörper eine rhombische Diamantpyramide.

Die Knoop-Härte wird normalerweise nicht zur Bestimmung der Grundwerkstoffhärte verwendet, außer bei 500 gf, die als Grundlage für die nach ISO & ASTM existierenden Umwertetabellen dient.
Knoop-Prüfungen sollten möglichst nicht bei Prüfkräften über 1000 gf durchgeführt werden, obwohl besondere Umstände dies erfordern können.

Aufgrund des großen Unterschieds zwischen der langen und der kurzen Knoop-Diagonale ist die Knoop-Prüfung im Vergleich zur Vickers-Prüfung oft besser geeignet, um Härteunterschiede über sehr kleine Distanzen zu bestimmen. Vickers- und Knoop-Prüfungen bei Kräften ≤ 25 gf sind anfällig für Ungenauigkeiten, da es schwierig ist, extrem kleine Abdrücke (< 20 µm) lichtmikroskopisch mit hoher Präzision und Reproduzierbarkeit zu messen.

Bei dieser Prüfung ist eine exakte Probenpräparation sehr wichtig, da auch kleine Fehler und Verunreinigungen die Prüfergebnisse beeinflussen können. Dieser Effekt wird mit abnehmender Prüfkraft immer kritischer.